
Duburger Straße 12 und 14
Modernisierung und Erhalt denkmalgeschützter Gebäude
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude Duburger Straße 12 liegt im Sanierungsgebiet Flensburg Neustadt in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt. Ziel ist die künftige Nutzung als Wohngebäude. Zusammen mit dem Gebäude Duburger Straße 14 und den bereits errichteten Neubauten an der Gartenstraße bilden sie ein innerstädtisches Quartier mit kleinem Innenhof.
Die Grundstücke der Duburger Straße 8, 12 und 14 wurden 2014 an die GEWOBA verkauft. Auf dem Gelände der ehemaligen Schulgebäude in der Duburger Straße wurde mit dem Projekt Skolegaarden bereits ein Neubau mit rd. 95 Wohneinheiten entlang der Gartenstraße umgesetzt. Zudem ist die Modernisierung und Umnutzung der denkmalgeschützten Gebäude Duburger Straße 12 und 14 in Wohneinheiten erfolgt.
Das Gebäude Duburger Straße 12 ist das zweitälteste Gebäude Flensburgs. Es wurde im Jahre 1797 durch den Flensburger Baumeister Christian Georg Buchwald als Wohnhaus für den Königlichen Zollkontrolleur Georg Johann Christian Vasmer im klassizistischen Stil errichtet. Die ehemalige Eingangsachse ist noch durch kannelierte ionische Pilaster und ein girlandengeschmücktes Blendfeld eines Obergeschossfensters erkennbar. Dieser ehemalige Haupteingang wurde vermutlich bereits 1825 verändert, als das Gebäude zur Freischule des Kirchspiels St. Marien umgebaut wurde. Im Jahre 1936 wurde das Gebäude zur dänischen Gemeindeschule umgebaut und nach dem zweiten Weltkrieg als Sprachheilgrundschule genutzt. Das Gebäude Duburger Straße 14 wurde 1878-80 von Maurermeister Heinrich Franz Valentin Flügel im Stil der Neugotik der „Hannoverschen Schule“ als Knabenschule errichtet und ist somit der erste preußische Schulbau in Flensburg. Der Gelbsteinbau hat ein flaches Satteldach. In dem reich gegliederten Eingangsrisalit mit Stufengiebel befindet sich der als spitzbogiges Doppelportal ausgebildete Haupteingang, der zu einer Eingangshalle mit Kreuzgratgewölben und Rundsäulen führt.
Die beiden Baudenkmäler Duburger Straße 12 und 14 waren stark sanierungsbedürftig. Besonders das ehemalige alte Wohnhaus, das von Schimmel (Hausschwamm) befallen war, stellte eine besondere planerische und wirtschaftliche Herausforderung dar. Eine Nutzung des Gebäudes Nr. 12 war aufgrund des baulichen Zustands vor der jetzigen Modernisierung nicht möglich. Durch den Reparaturstau und durch tierischen und pflanzlichen Schädlingsbefall war unter anderem die Tragfähigkeit der Decken nicht gegeben gewesen.
Dabei sind das alte Schulgebäude Nr. 14 und das alte Wohngebäude Nr. 12 reizvolle, denkmalgeschützte architektonische Zeitzeugen, die revitalisiert, umgenutzt und im Sinne einer denkmalgerechten Restaurierung reaktiviert wurden. Sie haben nicht nur aus künstlerischer und städtebaulicher Sicht eine besondere Bedeutung, sondern haben einen großen Zeugniswert für die Flensburger Stadtgeschichte und die Entwicklung der Neustadt. Aus diesem Grund wurde eine Nutzung vorgesehen, die möglichst wenig bauliche Veränderungen vor allem an der Gebäudehülle notwendig machte. Um diese beiden Denkmäler mit privaten Mitteln erhalten zu können, war ein wirtschaftlich tragfähiges Maß der baulichen Nutzung erforderlich. Es wurden Modernisierungs- und Instandsetzungsuntersuchungen durchgeführt. 2021 wurden entsprechende Modernisierungsvereinbarungen mit der GEWOBA geschlossen.
In beiden Gebäuden entstanden Wohnungen. In dem ehemaligen Schulgebäude sind überdies in Teilen des Erd- und Obergeschosses zusätzlich Besprechungs- und Gemeinschaftsräume für die Mieter entstanden. In der Duburger Straße 12 sind 8 Wohnungen entstanden, auf Basis der sozialen Wohnraumförderung sind davon 2 gefördert. In der Duburger Straße 14 sind 10 Wohnungen errichtet worden, 7 gefördert nach der sozialen Wohnraumförderung.
Symbolischer Baustart im September 2022
Beim Spatenstich am 07.09.2022 wurden mit Oberbürgermeisterin Simone Lange und Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack für insgesamt 3 Bauprojekte der symbolische Baustart gegeben
- Wasserplatz und Fördepromenade
- Wohnquartier Schwarzenbachtal
- Duburger Straße 12 und 14
Skolehaven Duburger Straße 8
Bauphase 2015 - 2017
Mit dem Projekt Skolehaven ist der Abbruch des Eckgebäudes Duburger Straße 8, eine Neubebauung entlang der Gartenstraße sowie eine Modernisierung zweier Kulturdenkmäler geplant. Die bauliche Konzeption basierte auf den Ergebnissen des bundesweiten Architekturwettbewerbs „Zukunft Planen - kostengünstiges, klimagerechtes Bauen und Wohnen im Bestand“ des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung. Die GEWOBA Nord Baugenossenschaft eG hat 2014 die Grundstücksflächen Duburger Straße 8, 10 - 12 und 14 erworben und die Projektumsetzung vorbereitet. Das Bauvolumen umfasst ca. 120 neue Wohneinheiten. Am 18. Dezember 2015 konnte unter Beteiligung von Flensburgs Oberbürgermeister Simon Faber, Vertretern der GEWOBA Nord und Projektbeteiligten per Spatenstich der Startschuss für das Neubauprojekt Skolehaven gegeben werden.
2009 | Ideenwettbewerb Zukunft Planen
Kostengünstiges, klimagerechtes Bauen und Wohnen im Bestand
Im Rahmen eines bundesweiten zweistufigen Ideenwettbewerbs "Zukunft planen - kostengünstiges, klimagerechtes Bauen und Wohnen im Bestand" hat das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in Berlin vorbildliche Planungskonzepte zum energieeffizienten Bauen im Bestand unter besonderer Berücksichtigung des demografischen Wandels ausgelobt und ausgezeichnet. Flensburg konnte sich erfolgreich mit den Gebäuden Duburger Straße 8, 10-12 und 14 für den Bereich Umbau ehemaliger Schulgebäude bewerben. Insgesamt wurden für Flensburg 8 Arbeiten abgegeben, von denen eine Arbeit prämiert wurde. Am 15. Juni 2009 wurden in Berlin die Preise vergeben.






















