Neues entsteht in Flensburg // Orthofoto © Hansa Luftbild AG (2022)
Wettbewerb "Quartier am Gleisbach"
Der Siegerentwurf


Das Quartier am Gleisbach soll zu einem innenstadtnahen, urbanen Wohnviertel mit rund 300 Wohneinheiten ohne störendes Gewerbe entwickelt werden. Dadurch soll zwischen dem Grünraum des Bahnhofstals und dem Flensburger Bahnhof ein neuer attraktiver Siedlungsschwerpunkt entstehen. Der Planungsprozess setzte ein Wettbewerbsverfahren voraus.

Wie das zukünftig 300 Wohneinheiten umfassende "Quartier am Gleisbach" in Bahnhofsnähe gestaltet werden soll, hat die Jury im gleichnamigen Wettbewerb mit der Kürung des Siegerentwurfs der Planungsgemeinschaft Elbberg aus Hamburg (Stadtplanung) und Trüper Gondesen & Partner aus Lübeck (Freianlagenplanung) entschieden.

Der Entwurf überzeugte die Jury durch

  • die städtebauliche Leitidee, „eine zentrale Gasse für alle Erschließungsfunktionen anzubieten und diese in eine naturnahe Umgebung im Süden und Norden einzubetten“.
  • Auch die unterschiedlich ausgearbeiteten Gebäudetypen und die Vielzahl von Freiraumangeboten wurde gewürdigt und, so die Jury weiter in ihrer Beurteilung, „lässt eine ausgewogene Nutzungsdurchmischung des Quartiers erwarten“.

Mit der Ausarbeitung der Planung wird nun begonnen, so dass das neue Wohnviertel Gestalt annehmen kann.

Digitale Ausstellung

Wettbewerbsentwürfe

Alle Wettbewerbsbeiträge wurden vom 10.09. bis 25.09.2025 im Untergeschoss des Rathauses zwischen Bürgerhalle und Europaraum öffentlich ausgestellt. Am 23.09.2025 stellte das Planungsteam des 1. Preises dort persönlich seine Arbeit vor. Alle Interessierten waren herzlich dazu eingeladen.

Wir möchten Ihnen hier die Gelegenheit geben, sich die Arbeiten auch nach Beendigung der Ausstellung anschauen zu können. Die verlinkte Grafik führt Sie direkt zur Ausstellung.

Wettbewerbsverfahren

Ablauf und Öffentlichkeitsbeteiligung

2. Wettbewerbsphase
Hier erfolgte die Fertigstellung der städtebaulich-freiraumplanerischen Entwürfe. Die Detailschärfe hat zugenommen und es wurden die von der Jury formulierten Änderungsvorschläge in die Beiträge eingearbeitet. An das Ende des Bearbeitungszeitraumes der zweiten Phase schloss sich die 2. Preisgerichtssitzung an, zu welcher die drei besten Arbeiten durch die Jury festgestellt wurden.

Protokoll der 2. Jurysitzung am 19.06.2025, PDF [1,39 MB]
Flyer zur Veranstaltung am 18.06.2025, PDF [1,38 MB]

1. Wettbewerbsphase
In der Phase 1 wurden Lösungsskizzen erarbeitet, welche die Leitidee des jeweiligen Entwurfs hinsichtlich seiner städtebaulichen Struktur (Anordnung, Höhe und Ausrichtung der Gebäude) der Grün- und Freianlagen sowie für das Entwässerungskonzept konzeptuell darstellen. In der anschließenden 1. Jurysitzung am 7. Februar 2025 wurde entschieden, welche sechs Teams ihre Arbeiten in der 2. Phase fortsetzen und ausarbeiten dürfen. Weitere Informationen zum genauen Ablauf der Preisgerichtssitzung enthält das auf ihrsan.de veröffentlichte Juryprotokoll zur 1. Phase.

Protokoll der 1. Jurysitzung am 07.02.2025, PDF [420 KB]
Flyer zur Veranstaltung am 06.02.2025, PDF [1,41 MB]

Beteiligung der Öffentlichkeit

  • Bei dem Verfahren hat sich die Stadt für eine umfangreiche Beteiligung der Öffentlichkeit entschlossen. Diese begann noch vor dem Wettbewerb mit einer Auftaktveranstaltung in der Einrichtung der Kulturwerkstadt Kühlhaus, wo Interessierte über das Vorhaben informiert wurden sowie in Form kleiner Workshops Anmerkungen, Visionen, Sorgen und Fragen gesammelt und als Grundlage für den Wettbewerb dokumentiert wurden.
  • Eine Besonderheit stellten die Öffentlichkeitsveranstaltungen an den Vorabenden der beiden Jurysitzungen dar. Hier durften Bürgerinnen und Bürger die Arbeiten noch vor den Preisrichter*innen einsehen und schriftlich kommentieren. Die Beiträge aus der Öffentlichkeit wurden am Tag darauf dem Preisgericht vorgetragen. Die frühzeitige Ausstellung der Arbeiten vor der Öffentlichkeit war seitens der Stadt ausdrücklich gewünscht und keineswegs selbstverständlich oder gar verpflichtend. Da es sich aus Gründen der Gleichberechtigung um ein anonymes Verfahren handelte, bei welchem die Verfassernamen erst nach der 2. Preisgerichtssitzung den jeweiligen Arbeiten zugeordnet werden durften, mussten entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden (Fotografierverbot, Verschwiegenheitserklärung). Ohne diese Maßnahmen wäre die Beteiligung der Öffentlichkeit zu einem so frühen Zeitpunkt nicht möglich gewesen.
  • Auch an den Preisgerichtssitzungen nahmen drei Bürgervertreter*innen als Gäste ohne Stimmrecht teil.
  • Den Abschluss des Wettbewerbsverfahrens stellt diese öffentliche Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge aus allen Phasen inklusiver der Nennung der jeweiligen Verfasser und Auslegung der Juryprotokolle dar.

Auslobung des Wettbewerbsverfahren

Beginn der Phase 1

Am 4. November 2024 wurde der Wettbewerb „Quartier am Gleisbach“ ausgelobt, womit die 1. Wettbewerbsphase begonnen hat und der weitere Verfahrensablauf feststeht. Zehn Planungsteams, die erfolgreich aus einem EU-weiten Teilnahmewettbewerb hervorgegangen sind, arbeiten seitdem an ihren Entwürfen. In der Phase 1 sollen Ideenskizzen erarbeitet werden, welche die Leitidee des Entwurfs für den Städtebau und die Freiräume, sowie deren Organisation und Nutzung konzeptuell darstellen. Am 7. Februar 2025 findet die Jurysitzung der ersten Phase statt, in der entschieden wird, welche Teams ihre Arbeiten in der zweiten Phase fortsetzen und ausarbeiten dürfen. Es handelt sich um einen anonymen Wettbewerb. Das heißt, die Namen der Verfasser werden erst mit der Festlegung der Preisträger*innen bei der zweiten Jurysitzung am 19. Juni 2025 veröffentlicht.

Auslobungstext Wettbewerb "Quartier am Gleisbach", PDF [6,59 MB]

Was ist möglich im Bahnhofstal?

Erstellung von Planungsgrundlagen

Der Wettbewerb beschäftigt sich in erster Linie mit der Frage, wie ein zukünftiges Quartier im Bahnhofstal aussehen könnte. Die teilnehmenden Planungsbüros haben somit die Aufgabe alle ortsspezifischen Eigenschaften, die Vorgaben der Stadt sowie die Anliegen der Bevölkerung so in die Planung zu integrieren, dass das Ergebnis hinsichtlich einer Vielzahl von Aspekten überhaupt realisierbar ist und als zukünftiger Teil Flensburgs funktionieren kann. Das Ergebnis soll als Grundlage für die weitere Planung (Bauleitplanverfahren) übernommen und weiterentwickelt werden.

Veröffentlichung Gutachten
Dem Beginn des Wettbewerbs vorgeschaltet ist eine erschöpfende Grundlagensammlung anhand von Bestandsaufnahmen, Untersuchungen und Gutachten zum Baugebiet sowie die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die weitere Planung.

Die Vorbereitung des Realisierungswettbewerbs zur Entwicklung des neuen, nutzungsgemischten Quartiers im Bahnhofstal geht somit in die nächste Phase. Nach der Informations- und Beteiligungsveranstaltung im Juli 2023 wurden die notwendigen Gutachten und Fördermöglichkeiten, die als Grundlage für die Planung des Gebiets wichtig sind, vorbereitet. Diese wurden durch externe und unabhängige Fachbüros im Auftrag der Stadt verfasst und auf der Webseite veröffentlicht.

 

Wettbewerbsverfahren

Infos zum Verfahren

Beauftragung einer professionellen Wettbewerbsbetreuung
Das im Bereich Wettbewerbe und Öffentlichkeitsbeteiligung versierte Hamburger Büro konsalt wurde mit der Verfahrensbetreuung beauftragt und übernahm in enger Zusammenarbeit mit Sanierungsträger und Stadtverwaltung die Vorbereitung und Durchführung des Verfahrens.

Bestimmung der Verfahrensart
In Abstimmung zwischen Land SH als Fördermittelgeberin, der Stadt, dem Sanierungsträger und der Architekten und Ingenieurkammer SH wurde das Verfahren als NICHTOFFENER ANONYMER STÄDTEBAULICH-FREIRAUMPLANERISCHER ZWEIPHASIGER REALISIERUNGSWETTBEWERB NACH RPW 2013 MIT VORGESCHALTETEM TEILNAHMEWETTBEWERB festgelegt. Die Stadt ist Ausloberin und wird durch die Flensburger Gesellschaft für Stadterneuerung mbH vertreten.

Teilnahmewettbewerb
Die Bekanntmachung des Wettbewerbs erfolgte am 13. Juni 2024 mit einer europaweiten Aufforderung im EU-Amtsblatt zur Teilnahme am Wettbewerb worauf sich insgesamt 21 Planungsgemeinschaften (bestehend aus den Disziplinen Städtebau und Landschaftsarchitektur) um die Teilnahme am Wettbewerb bewarben. Nach Durchsicht der Bewerbungsunterlagen wählte die Stadtverwaltung insgesamt 10 Planungsteams für die Teilnahme am Wettbewerb aus.

Entwicklungsgebiet "Quartier am Gleisbach"

Informations- und Beteiligungsveranstaltung 12.07.2023

Auftakt für den Wettbewerb “Quartier am Gleisbach”
Die Stadt Flensburg plant zusammen mit der IHR Sanierungsträger FGS mbH im Sanierungsgebiet „Südstadt / Bahnhofsumfeld“ die Entwicklung eines neuen Quartiers am südlichen Rand der Kernstadt. Das Entwicklungsgebiet am Gleisbach liegt in unmittelbarer Nähe zum Flensburger Bahnhof und umfasst ca. 5,70 ha Fläche. Es besteht derzeit überwiegend aus Brachflächen ehemaliger, bahnbezogener Nutzungen. Für die zukünftige Entwicklung wird ein hochbaulicher und städtebaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb durchgeführt.

Zum Auftakt dieses Prozesses findet am 12.07.2023 eine Informations- und Beteiligungsveranstaltung statt, die über den Stand der Planung informiert und interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit bietet, Fragen zu stellen und Ideen in das Wettbewerbsverfahren einzubringen. Die Ergebnisse der Veranstaltung werden in die Aufgabenstellung des städtebaulichen Wettbewerbs einfließen.

  • Was ist ein städtebaulicher Wettbewerb und wie kann ich mich einbringen?
  • Was sind meine Ideen für ein soziales, kulturelles und nachhaltiges Quartier?
  • Welche innovativen Wohnformen braucht das Quartier?
  • Wie kann die Mobilität nachhaltig und sozial umgesetzt werden?
  • Was sind meine Wünsche für die Gestaltung der Grün- und Freiflächen?
  • Was wird aus dem Kühlhaus?

Aufstellung einer Bürgervertretung
An dieser Stelle möchten wir auf die Möglichkeit hinweisen den Wettbewerb auch als Bürgervertreter*in während der Jurysitzungen sowie dem Rückfragekolloquium persönlich begleiten zu können. Unter den Einsendern werden dann zwei Bewerber*innen mit einer jeweiligen Vertretung ausgelost.

Dokumentation der Öffentlichkeitsbeteiligung, PDF [17,57 MB]
Ergebnisse der Feedback-Fragebögen, PDF [517 KB]
Flyer zur Veranstaltung am 12.07.2023, PDF [1,39 MB]